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Die Küstenwächter – das Meer, die Küste und Du

Das Entdecken und Erleben der biologischen Vielfalt unserer Küsten und Meere stehen im Mittelpunkt des Projektes, das 850 Kinder der Altersgruppe 8 – 12 zu „Küstenwächtern“ in Binnenland und an der Waterkant macht. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften und Betreuern befassen sich die Kinder unterrichtsbegleitend ausführlich mit dem Meer und den Küsten.

 

Das Hinausgehen in die Natur ist dabei ein zentrales didaktisches Anliegen des Projektes. Am Beispiel der möglichst regelmäßig besuchten Lebensräume in der Umgebung sollen die Kinder aber auch globale Herausforderungen wie den Klimawandel und die komplexen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Zusammenhänge verstehen.

 

Etwa 30 Schulklassen mit einem unterrichtsbegleitenden Projekt in der Natur nehmen teil sowie etwa 25 Kinder außerhalb der Schule in freien Gruppen. Projektmitarbeiter betreuen die freien Gruppen und unterstützen die Lehrkräfte z.B. mit den „Forscherkisten“, die Materialien für das Experimentieren im Freiland enthalten.

 

Kinder aus dem Teilnehmerkreis können in ihren Sommerferien an einem Ferienprojekt zum Beobachten, Erforschen, Experimentieren und Spaß haben auf der Lotseninsel und an Bord eines Traditionsseglers teilnehmen.

 

 

Die Küstenwächter im Sommer 2016

Die Ferienaktion 2016 im Rahmen des Projektes „Küstenwächter - Das Meer, die Küste und Du“ fand auf der Lotseninsel Schleimünde und einem Traditionssegler, der Bodil aus Flensburg statt. Jeweils zwei der insgesamt sechs Gruppen mit zusammen 69 Kindern der Altersklasse 7- 14 Jahre waren zeitgleich für drei Tage entweder an Land oder auf dem Schiff, um dann miteinander zu tauschen.

 

Ein umfangreiches Programm war vorbereitet und führte die Kinder durch die sechs Ferientage. Die Inhalte von Meeresbiologie bis Nachhaltige Lebensstile wurden spielerisch und altersgerecht verpackt und sollten vor allem Spaß machen und Interesse wecken.

 

Auf Beutezug am Strand
Die Funde werden begutachtet
Wie kommt der Müll ins Meer?
Segel setzen auf der "Bodil"

Auf der Lotseninsel

Auf der Lotseninsel stand das Keschern und Untersuchen von Meereslebewesen im Vordergrund. Mit Mikroskop und Stereolupe und angeleitet durch die Teamer konnten sich die Kinder eine ganz neue Welt erschließen. Hinzu kamen ornithologische Führungen in das benachbarte Naturschutzgebiet in Begleitung von Mitarbeitern des Vereins Jordsand. Die Problematik des Klimawandels oder von Plastik im Meer und in der Nahrungskette wurde besonders thematisiert, auch durch das Sammeln von Proben und deren genaue Untersuchung.

 

Vom Menschen ausgehende Gefahren für das Ökosystem Ostsee wie beispielsweise der Unterwasserlärm konnte mit Unterwassermikrophonen anschaulich gemacht werden. Mit unterschiedlichen Spielen aus der Erlebnispädagogik wurden insbesondere die Sinneserfahrungen in der Natur ermöglicht.

 

Die Kinder wurden maßgeblich in die Zubereitung der Mahlzeiten integriert. Wo immer möglich und sinnvoll wurde über das Konzept des ökologischen Fußabdrucks gesprochen und über biologische-vollwertige, vegetarische und vegane Ernährung.

 

Natürlich hatten die Kinder reichlich freie Spielzeit, um die Insel auf eigenen Faust zu erkunden. Das Lotsenhaus und die Lotseninsel erwiesen sich dazu als optimaler Ort für diese Ferienaktion. Die räumliche Ausstattung und die Nähe zur Natur ermöglichten reichlich Naturerfahrungen und viel Platz zum Spielen und Forschen.

 

An Bord der "Bodil"

Während der drei Tage an Bord der Bodil haben die Kinder mit der Secchischeibe die Sichttiefe ermittelt und der Bodengreifer wurde ausgiebig genutzt, um den Kindern die Lebewesen des Meeresbodens zu zeigen. Mehrfach konnten auf der Fahrt Schweinswale und Seevögel beobachtet werden. Daneben brachte der Bordalltag immer wieder Abwechslung mit sich: Segel setzen und trimmen, steuern und Ausschau halten. Leider konnten einige Vorhaben wegen der zeitweiligen Krängung der Schiffes beim Segeln nicht umgesetzt werden.

 

Die Ausfahrten konnten nicht wie geplant auf der Providentia stattfinden, da deren Innenausbau nicht rechtzeitig fertiggestellt werden konnte. Die alternativ gecharterte Bodil war für das Vorhaben eigentlich etwas zu klein, z.B. um gemeinsam mit den Kindern in der Kombüse zu kochen. Da auch nicht genügend Schlafplätze auf dem Schiff vorhanden waren, wurden bereits im Vorfeld Plätze zum Zelten in den in Frage kommenden Häfen erkundet. Die Kinder übernachteten daher abwechselnd teils an Bord beziehungsweise im Zelt. Das Übernachten auf dem Schiff war natürlich der Favorit bei den Kindern. Wenn die Providentia im nächsten Jahr eingesetzt wird, wird dieses umständliche Verfahren nicht mehr notwendig sein.

 

Gegen Ende der Ferienaktion haben die Kinder ihre „Utopienwolke“ erstellt und sich überlegt, wie sie sich ihre Welt eigentlich vorstellen. Abschließend waren die Kinder dazu aufgerufen, einen Brief an sich selbst zu schreiben, in dem sie ihre schönsten Erinnerungen, bemerkenswerte Dinge oder auch eigene Vorsätze notierten.

 

Logbuch – an Land und auf See

Die ersten beiden Gruppen starteten am 5. August. Zusammen mit den Teamern Tom und Lisa gingen neun Kinder in Flensburg an Bord der Bodil. Die erste Nacht legte das Segelschiff in Gelting an, die zweite Übernachtung fand auf der dänischen Insel Lyø statt. Dort entdeckten die Kinder viel unberührte Natur, Feldhasen und einen Fuchs, bevor es es für die weiteren drei Tage auf die Lotseninsel ging.

 

Mit der "Bodil" in der dänischen Südsee
Zurück in Flensburg

Parallel startete eine Gruppe von elf Kindern mit den Betreuern Jan, Leonie und Birte auf der Lotseninsel. Nach den ersten drei Tagen dort tauschten die Gruppen ihre Quartiere und die Bodil stach mit der neuen Besatzung in Richtung Flensburg in See. Diesmal wurde in der ersten Nacht in Gelting gezeltet, die zweite Nacht verbrachte die Gruppe auf den Ochseninseln in der Flensburger Förde. Unterstützt wurden die Teamer auf der Lotseninsel von Linea, die gerade ihre Arbeit im FÖJ bei der Lighthouse Foundation aufgenommen hatte.

 

Zum zweiten Termin vom 11.-16. August, segelten die Teamer Celina, Moritz und Lynn mit acht Kindern von Flensburg aus nach Gelting und verbrachten dann die zweite Nacht in Sonderburg, bevor es zur Lotseninsel ging. Beim Auslaufen aus der Flensburger Innenförde wurde die Bodil von fünf Schweinswalen begleitet und die Kinder hatten eine tolle Gelegenheit, die Tiere zu beobachten und Informationen zu sammeln.

 

Die Gruppe unter der Leitung der Teamer Leonie, Birte und Lea begann die Ferienaktion mit zwölf Kindern auf der Lotseninsel. Anschließend segelten sie nach Gelting und danach nach Marina Minde, bevor es zurück nach Flensburg ging. Unterstützt wurden die Teamer von Linea und Florian, der wie Linea sein FöJ bei der Lighthouse Foundation angetreten hat sowie durch Ulrike vom Verein Protect Nature e.V.

 

Zum dritten Termin vom 17.-22. August begann die Segeltour in Flensburg mit den Teamern Maike und Jan sowie Helga vom Verein Seebrise zusammen mit siebzehn Kindern.

Die erste Nacht zeltete die Gruppe im dänischen Hadershøi, die zweite Nacht in Gelting.

 

Auf der Lotseninsel startete zeitgleich eine weitere Gruppe von elf Kindern unter der Leitung von Franziska, Lea und Birte. Unterstützt wurden die Teamer wieder von Linea und Sören. Am vierten Tag hatte die Bodil eine leichte Havarie am Steg der Lotseninsel und das Segeln musste leider ausfallen. Am vierten Tag segelte die Gruppe dann einen Tagestörn in die Ostsee und am fünften Tag ging es für eine Nacht nach Gelting, bevor alle wieder in Flensburg sicher von Bord gingen.

 

Kapitän Uwe und die beiden Bootsleute des Traditionsseglers, Hark und Günther, begleiteten alle Kinder während des Segelns aufmerksam und zugewandt.

 

Resümee

Das Feedback seitens der Eltern, der Kinder und Teamer zeigt, dass die Ferienaktion sehr gut gelungen ist. Auch fast alle Teamer möchten nach Abschluss der diesjährigen Ferienaktion im kommenden Jahr wieder mit dabei sein. Viele Kinder gaben ebenfalls die Rückmeldung, wieder teilnehmen zu wollen. Ein Schüler einer Waldorfschule möchte seine Jahresarbeit über Plastik im Meer und Lösungen der Müllproblematik schreiben. Fünf Kinder möchten über die Ferienaktion hinaus auch an der ganzjährigen Küstenwächtergruppe in Flensburger teilnehmen und zahlreiche Kinder nahmen sich vor, in Zukunft Lebensmittel bewusster auszuwählen oder weniger Fleisch zu essen oder einfach mehr mit dem Fahrrad zu fahren.

 

Hintergrund und Förderer

Das Vorhaben baut auf dem Vorprojekt „100 Küsten- und Flusswächter gesucht“ des gemeinnützigen Vereins Protect Nature e.V. und der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. auf, das im Jahr 2015 von BINGO! Die Umweltlotterie gefördert wurde. Hier wurden Kinder und Jugendliche außerschulisch als Küsten- und Flusswächter zu Botschaftern für die Küsten und Flüsse Schleswig-Holsteins. Neben dem Entdecken und Erleben der biologischen Vielfalt entwickelten Kinder und Jugendliche Ideen zum Erhalt und zur Förderung der tierischen und pflanzlichen Bewohner und ihrer Lebensräume, den Küsten und Flüssen, und setzen diese vor Ort um. Ein Bericht über das Vorläuferprojekt finden Sie bei Protect Nature.

 

In Kooperation mit Protect Nature e.V. und gefördert durch BINGO!

 

 

Kontakt, Fragen, Anmeldung

Für alle Fragen steht die Projektleiterin Lea Stanke gern zu Verfügung:

Schreiben Sie eine Email

oder rufen Sie an:

Tel. 0157 54 07 11 58

 

Informationen erhalten Sie auch bei uns:

Lighthouse Foundation
Kanalstraße 67a
D-24159 Kiel
Germany
Tel.: 0431 668 468 0

Der Flyer mit Projektbeschreibung

zum Herunterladen (pdf, 570 kB).

Unterstützt von BINGO!