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Meeresschutzgebiete außerhalb der nationalen Gerichtsbarkeit

Die Einrichtung von Meeresschutzgebieten (MPA), in denen menschliche Aktivitäten stark eingeschränkt sind, ist eine wichtige Maßnahme für die Erhaltung der Ozeane. Marine Arten sind komplex vernetzt mit anderen Arten und ihren Habitaten. Tiefseelebensräume wie Seeberge, Kaltwasser-Korallen-Formationen und Hydrothermalquellen verfügen über eine große und noch unbekannte Biodiversität und beeinflussen weit wandernde Fischbestände und marine Säugetiere.

 

In „Gebieten außerhalb der nationalen Gerichtsbarkeit“ (Areas beyond national jurisdiction, ABNJ) - wo oft wenig über die Besonderheiten und das Funktionieren von Ökosystemen bekannt ist - können Meeresschutzgebiete ein wichtiger Schutz vor irreversiblem Verlust der biologischen Vielfalt sein. MPAs können ein Schutzmechanismus nicht nur für das derzeit Bekannte sein, sondern auch für das in Zukunft wichtige.

 

Zonierung der Ozeane nach der Seerechtskonvention der Vereinten Nationen (UNCLOS) nach Gorina-Ysern 2004)

Gebiete außerhalb der nationalen Gerichtsbarkeit decken rund 64 Prozent der Oberfläche unserer Ozeane ab und stehen für über 90 Prozent ihres Volumens. Sie umfassen das Wasser jenseits der 200 nautischen Meilen breiten ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Küstenstaaten, d.h. die hohe See, aber auch Bereiche der Tiefsee, der Meeresböden und Untergründe, die nicht Gegenstand nationaler Gerichtsbarkeit sind und damit dem Übereinkommen über das Recht des Meeres der Vereinten Nationen (UNCLOS) unterliegen.

 

Die Foundation for International Environmental Law and Development (FIELD) ist ein Team internationaler Umweltjuristen mit Sitz in London. FIELD ist der festen Überzeugung, dass die Schaffung eines wirksamen internationalen Umweltrechts ein wesentlicher Bestandteil der Lösung globaler Umweltprobleme ist.

 

Der Leitfaden MPAs in areas beyond national jurisdiction soll Vertreter der Regierungen, der Zivilgesellschaft, der Politik und andere bei ihren Bemühungen unterstützen, sich auf internationaler Ebene für den Schutz von Meeresgebieten außerhalb der nationalen Gerichtsbarkeit zu engagieren. Er zielt auf ein besseres Verständnis des rechtlichen Rahmens, der relevanten politischen Prozesse und möglicher Lösungen für die Gründung von MPAs in ABNJ und legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Schaffung eines neuen multilateralen UNCLOS-Abkommens.

 

Der Leitfaden aktualisiert einen früheren FIELD-Guide, der 2007 veröffentlicht wurde. Der neue Leitfaden profitierte stark von Kommentaren und Anregungen, die von zahlreichen Experten aus Organisationen der Zivilgesellschaft und internationalen oder regionalen Organisationen gegeben wurden.

 

Schon in einem frühen Stadium der Verbreitung, weist das Feedback, das FIELD von einer Reihe von Experten erhalten hat, darauf hin, dass der Leitfaden als sehr hilfreich angesehen wird.

 

 

 

Projektpartner:

Joy Hyvarinen

Executive Director

Foundation for International Environmental Law

and Development (FIELD)

Suite D, 1st Floor

The Merchant Centre

1 New Street Square

London EC4A 3BF

United Kingdom

 

FIELD Webseite

 

MPAs in areas beyond national jurisdiction

Der Leitfaden als pdf im download (345k)