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Aufbau von Kompetenzen für kommunalen Meeresschutz in Myanmar

Myanmar hat vielfältige Küsten und marine Lebensräume wie Korallenriffe, Seegraswiesen, Mangroven, Sandstrände und Wattenmeer. Aufgrund der politischen Probleme, daraus folgender Sanktionen und einem Mangel an technischer Hilfe sind die Informationen über diese Lebensräume und wirksame Erhaltungsmaßnahmen äußerst begrenzt.

 

Die Bedrohungen für Myanmars Küsten- und Meeresumwelt sind hoch und werden noch zunehmen: Überfischung, die Verwendung von zerstörerischen Fangmethoden wie Dynamit und Zyanid oder die Entwicklung der Küstenregionen.

 

Die Regierung von Myanmar hat sich durch internationale Konventionen dazu bekannt, 10% der Meeresgebiete bis 2020 unter Schutz zu stellen, aber eine Reihe von Faktoren, einschließlich der Mangel an biologischen und sozio-ökonomischen Daten und ein Mangel an finanziellen und technischen Ressourcen schränken die Möglichkeiten der Regierung und anderer Akteure stark ein, um dieses Ziel zu erreichen.

 

Die Lighthouse Foundation unterstützt Fauna & Flora International dabei, die fachliche Kompetenz von Regierung, lokalen burmesischen NGOs und Küstengemeinden zu steigern, so dass sie in der Lage sind, Myanmars Meeresumwelt zu untersuchen und wirksame Meeresschutz-Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen.

 

Dieses Projekt wird erstmals lokal verwaltete Meeresgebieten (Locally Managed Marine Area, LMMA), die von Kommunen und Ministerien gemeinsam verwaltet werden, einführen. LMMAs haben das Potenzial, wichtige Lebensräume sowie die Fischerei sicherzustellen, Armut wird gelindert und die örtlichen Fischer nehmen eine aktive Rolle bei der Verwaltung der Ressourcen, von denen sie abhängen, ein.

 

Das Projekt konzentriert sich auf den Bereich Tanintharyi, wo einige der ökologisch bedeutsamsten Korallenriffe Myanmars anzutreffen sind.

 

Projektziel:

Aufbau von Fachkompetenzen der lokalen NGOs und Gemeinden zum Ökosystem-Bewertung in den Küsten- und Meeresgebieten im Bereich Tanintharyi für die Entwicklung eines Netzes von lokal verwalteten Meeresgebiete (LMMAs) sowie formal ausgewiesenen marinen Schutzgebieten in der zentral Meeresgebiet von Tanintharyi.

 

Aktivitäten im ersten Jahr:

Das Projekt verfolgt einen schrittweisen Ansatz, zunächst mit Schwerpunkt auf den technischen Kompetenzen der Regierung und der NGO-Partner. Das Training beinhaltet Schwimmen, Tauchen und in marine Untersuchungstechniken. Darauf folgt eine Phase der praktischen Ausbildung, in der die Projektpartner bei den ersten Unterwasser-Bestandsaufnahmen Myanmars unterstützt werden. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden der Identifizierung einer geeigneten Region für ein Pilotprojekt im ersten Jahr dienen, in der der LMMA-Ansatz entwickelt und umgesetzt werden kann. Der Prozess von Training und Umsetzung wird dabei helfen, die Projektpartner in die Lage zu versetzen, eine aktive und unabhängige Rolle in der maritimen Raumplanung einzunehmen und den Projektansatz gut gerüstet auch an anderen Standorten und in größeren Maßstäben zu replizieren.

 

Zu den Aktivitäten des Projektes im ersten Jahr gehören:

  • Eine Studienreise oder Erfahrungsaustausch mit dem Lighthouse Foundation-Projekt in Indien, um geeignete marine Management-Modelle zu kennenzulernen
  • Erlernen von Fähigkeiten wie Schwimmen, GIS, PADI Tauchschein, Untersuchungen unter Wasser
  • Sammlung und Analyse von biologischen und sozio-ökonomischen Daten
  • Identifizierung von Pilotregionen für den LMMA-Ansatz
  • Beratungen mit den Kommunen und partizipative Planung für LMMAs
  • Training von Methoden zur Einrichtung mariner Schutzgebiete und deren Verwaltung
  • Institutionelle Stärkung lokaler NGOs

Projektpartner:

Flora & Fauna International (FFI)

Jupiter House (4th Floor)

Station Road

Cambridge

CB1 2JD

Great Britain

FFI

 

Berichte:

Meeresschutz Myanmar 2013

 

Die Küste Myanmars erstreckt sich am Golf von Bengalen von Bangladesch bis Thailand vom 20. bis zum 9. nördlichen Breitengrad.