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Russland: Weißes Rauschen am Polarkreis

Vom 24. bis zum 26. Juni 2011 fand zum zweiten Mal das Openair-Festival „White Noise“ - „Weißes Rauschen“ - in Chupa im russischen Karelien am Weißen Meer statt. 32 Kilometer südlich des Polarkreises liegt auf der Halbinsel Medvezhka das alte karelische Dorf Pomorski Chupa als Veranstaltungsort für das jährliche Fest.

 

Das Programm bietet Stars und junge Künstler der karelischen Musikszene, auch Musiker aus anderen Ländern. Performances, verschiedene Kunstprojekte, ein Handwerkermarkt und Touren an der Küste gehören dazu. Die Organisatoren des Festivals „White Noise“ sehen ihre Priorität in der Entwicklung und Unterstützung der typischen, indigenen Kultur des Nordens. Dazu gehören die Vertrautheit mit der Natur, als ein Appell an die eigenen Wurzeln, aber auch die moderne Interpretation.

 

2011 wurden wieder etwa 1.000 Besucher aller Altersgruppen gezählt. Mehr als 200 von ihnen kamen aus entfernten Städten Russlands, aus Murmansk, Archangelsk, Sewerodwinsk, Kandalakscha, Petrosawodsk, St. Petersburg, Moskau, Brjansk, etc. Der überwiegende Teil der Gäste aber waren Bewohner Chupas und der Region Louhi.

 

Yury Rybacov berichtet, dass trotz Kälte und Regen sowie der Schwierigkeiten bei der Unterbringung und Verpflegung der hohe Norden die Menschen so inspiriert hat, dass sie wiederkommen wollen. Nicht umsonst heißt es, dass „es schwer ist, sich für den Norden zu entscheiden, aber wenn man es getan hat, vergisst man ihn nie mehr. Hier gibt nur die schöne nordische Natur, Meer und Taiga."

 

 

Das Festival 2010

Das Festivalposter 2011

Bereits 2010 fand auf der Halbinsel "Vershinnyi" in der Chupa Bucht am Weißen Meer das größte Musikfestival der Louhi Region statt, das Festival "Weißes Rauschen". Es wurde von etwa 1.000 Menschen aller Altersgruppen besucht. Mehr als zweihundert Besucher kamen aus entfernten Städten Russlands, aus Murmansk, Archangelsk, Sewerodwinsk, Kandalakscha, Petrosawodsk, St. Petersburg, Moskau, Brjansk, etc. Der überwiegende Teil der Gäste aber waren Bewohner Chupas und der Region Louhi.

 

Das Festival gestalteten 60 Musiker und 10 bildende Künstler. Ein wichtiges Ziel des Festivals ist die Unterstützung und Förderung der nordischen kulturellen Traditionen in all ihren Formen und der kulturellen Vielfalt der Völker des Nordens. Daher war das Leitmotiv des Festivals als auch das Auswahlkriterium für die musikalischen und künstlerischen Gruppen die ethnische Komponente in der Musik, in den künstlerischen Projekten und den Werken von Künstlern und Handwerkern.

 

Neben den Konzerten des Festivals spielte die Möglichkeit zum Naturerlebnis eine bedeutende Rolle. Um diese Ziele zu erreichen, wurden mehrere Programmpunkte organisiert:

1. Eine Kunsthandwerksmesse, mit Arbeiten aus der Region und darüber hinaus.

2. Eine Performance, vorgetragen von Gästen aus Sewerodwinsk.

3. Mehrere Exkursionen zu Plätzen, die typisch für die nördliche Region sind, wie ein Ausflug in das Delphinarium mit Beluga Walen im Dorf Nilmoguba, eine Reise tief in die Taiga auf den höchsten Aussichtspunkt, der eine herrliche Aussicht bietet und Segeln entlang der Küste.

 

Highlights des Programms waren die «Fakire» mit ihrer Feuerschow und eine Schlagzeug-Aufführung auus dem Musical-Projekt «Rhythm».

Das Musik-Programm setzte sich aus unterschiedlichen Stilrichtungen zusammen. Es gab Instrumentalmusik aus Rock, Ethno, Folk und elektronische Music aus Ambient, Trance, Electro, Progressive, Lounge und Chillout.

 

Trotz Kälte und Regen, den Schwierigkeiten bei der Unterbringung und Verpflegung hat der Norden die Menschen so inspiriert, dass sie wiederkommen wollen. Nicht umsonst heißt es, dass "es schwer ist, sich für den Norden zu entscheiden, aber wenn man es getan hat, vergisst man ihn nie mehr." Analysiert man das Projekt vor dem Hintergrund der Bedingungen von Chupa und Umgebung, ergeben sich in der Hauptsache durchaus positive Perspektiven, wenngleich es noch keinen wirklichen Tourismus in der Region gibt. Die Entwicklung einer Tourismusindustrie erfordert hohe Investitionen, Innovationen, Ressourcen und lernfähiges Personal. Dies ist zeichnet sich für die Region Chupa nicht ab. Hier gibt nur die schöne nordische Natur, Meer und Taiga.