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Leben im Ozean

Auch wenn Nixen, Wassermänner und Meeresungeheuer der Phantasie früher Seefahrer entsprungen sind – Rätsel und Überraschungen halten die Weiten und Tiefen der Ozeane auch für die aufgeklärte Wissenschaft noch immer bereit. Gerade mal ein Zehntel des Meeres ist halbwegs erforscht, weitgehend noch unbekannt ist der Meeresboden vor allem in der Tiefsee geblieben.

 

Ein vergleichsweise freundliches Meereswesen mit Schuppen bedecktem Körper, das angeblich um 1531 in der Ostsee gefangen worden ist - jedenfalls behauptet das Johann Zahn in "Specula physico- mathematico-historica notabilium ac mirabilium sciendorum", gedruckt 1696 in Augsburg. (aus: Treasures of the NOAA Library Collection)

Am meisten weiß die Meeresforschung noch über die küstennahen Ökosysteme und die Küsten selbst zu berichten, über Korallenriffe, Mangroven, Tangwälder, Seegraswiesen oder Watten und jene Bereiche, die für Taucher auch mit einfacher Technik erreichbar sind. Aber von vielen Bereichen des marinen Lebensraumes gibt es nur ungefähre Vorstellungen, wie etwa von den Organismen des Mittelwassers unterhalb der lichtdurchfluteten Zone und der eigentlichen Tiefsee.

 

Klar ist, dass die Vielfalt der Lebensformen im Meer weit größer ist als an Land. Von 33 Tierstämmen sind 30 im Meer vertreten, die Hälfte davon sogar ausschließlich. Umgekehrt scheint es bei der Zahl der Arten zu sein. Etwa 1,5 Millionen landlebende Arten sind bislang beschrieben, zumeist Blütenpflanzen und Insekten und Schätzungen reichen von fünf bis fünfzig Millionen. Aus dem Meer kennt man dagegen zur Zeit etwa 250.000 Spezies, Schätzungen gehen bis zu einer halben Million. Welche Überraschungen allerdings der weitgehend unerforschte Tiefseeboden noch bereit hält, muss sich erst noch zeigen. Eine weitere Million oder gar zehn Millionen, wie einige Experten annehmen?

 

Der weitaus größte Teil des marinen Ökosystems liegt in völliger Dunkelheit. Bei einer Temperatur um 2° Celsius und einem mit der Tiefe kontinuierlich steigenden Wasserdruck werden hohe Anforderungen an die Anpassungsfähigkeit der Organismen gestellt. Aus der Sicht des Landbewohners erscheint denn auch die Gestalt so manchen Meeresbewohners befremdlich und gelegentlich sogar furchterregend. Doch trotz – oder gerade wegen - der scheinbar lebensfeindlichen Bedingungen antwortet die Natur mit einer erstaunlichen Vielfalt an Formen, Farben und Lebensstrategien.

 

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