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MeeresBürger rücken den Aal in den Focus

Zum „Internationalen Tag der Meere“ haben die Partner des MeeresBürger-Netzwerkes den Aal mit einer Themenwoche ins Blickfeld der Öffentlichkeit gestellt. Die Auftakt-Veranstaltung zum Schwerpunktthema der Jahres 2011 fand im Multimar Wattforum in Tönning statt. Hier begann auch die Vortragsreihe unter dem Motto: „Der Aal – ein Meeresbürger stirbt aus?“

Meeresbürger mögen das Meer und engagieren sich für seinen Schutz. Meeresbürger sind wir doch eigentlich alle - und mit einem Meeresbürgerpaß sind wir es sogar ganz offiziell. Meeresbürger mit Paß wird man in einem der zahlreichen Meeresbürger-Rathäuser zwischen Spiekeroog und Zinnowitz. Und für Meeresbürger mit Paß gibt es zahlreiche interessante Sonderveranstaltungen, Rundbriefe, Stempel, Anstecker und mehr.

 

Mehr Menschen für die Bedeutung der Meere und Ozeane zu sensibilisieren ist das Ziel des Meeresbürger-Projektes. Es will informieren und zum Mitmachen anregen, es will aber auch Unterhalten und für das Meer begeistern. Das MeeresBürger-Projekt verfolgt Bildung für Nachhaltige Entwicklung, es will Menschen in die Lage versetzen, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und dabei zu berücksichtigen, wie sich das eigene Tun auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirkt. Auch darum wurde das MeeresBürger-Projekt ist als UN-Dekade-Projekt ausgezeichnet.

 

Die Meeresbürger-Rathäuser sind ein Netzwerk der unterschiedlichsten Einrichtungen für Umweltbildung wie zum Beispiel Aquarien oder Meeresmuseen, aber auch Naturschutzvereine und private Anbieter von Bildungsveranstaltungen und Naturerlebnissen. 2011 haben sich diese Rathäuser erstmals ein Schwerpunktthema gewählt, das gemeinsam erarbeitet und durch Veranstaltungen und Ausstellungen zum Leben erweckt wurde. Aus aktuellem Anlass wurde der Aal in den Mittelpunkt gestellt.

 

Wissenschaftler und Forscher berichteten über das Leben der Aale und neueste Erkenntnisse aus ihrer Forschungsarbeit. Eine Wanderausstellung ist im Laufe des Jahres in über 30 MeeresBürger-Rathäusern gezeigt worden. Während der Themenwoche gab es Sonderveranstaltungen zum Thema Aal, etwa im Erlebniszentrum Naturgewalten in List auf Sylt. Dort gab es neben den Informationen die Aktion „Mal den Aal“ oder ein eigens zum Thema Aal entwickeltes Spiel, bei dem die Teilnehmer zu „Spielsteinen“ werden und sich auf verschiedenen Stationen durch den Lebenslauf eines Aals spielen konnten.

 

„Den Aal kennen die meisten bloß in Aspik oder auf dem Fischbrötchen. Seine besondere Lebensweise, seine Gefährdung und Möglichkeiten des Schutzes sind nur Wenigen wirklich bekannt. Das MeeresBürger-Netzwerk möchte seinen Teil zur Wissensvermittlung über diesen Meeresbürger der besonderen Art beitragen“, erklärte Projektleiterin Annett Storm anlässlich eines Vortrages auf der SlowFish-Messe in Bremen.

 

Bis zum Ende des Jahres 2011 wurden in den verschiedenen MeeresBürger-Rathäusern Vorträge, Aktionen und Spiele rund um das Thema Aal angeboten. Neben der Ausstellung, die zeitgleich in vierfacher Ausfertigung auf die Reise ging, wurden Vortragshilfen und Unterrichtsmaterialien wie eine Powerpoint-Präsentation, ein Hintergrundpapier, ein ausstellungsbegleitendes Spiel zum Aal für Familien oder Schulklassen empfohlen zur Verfügung gestellt.

 

Als Schwerpunktthema des Jahres 2012 wurde „Meeresmüll“ ausgewählt und befindet sich derzeit in Vorbereitung.

 

Öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen

Die Meeresbürger-Idee präsentierte sich selbst bei verschiedenen Gelegenheiten, etwa mit einem MeeresBürger-Spezial anlässlich des Darßer Naturfilmfestivals im Oktober im Ozeaneum Stralsund. Dabei waren auch Filme zu Meeresthemen, darunter auch der Film „Die Welt der Aale“ von Hans Fricke. Anlässlich der Meereswochen im Meeresmuseum Stralsund gab es einen Infostand mit Aalausstellung, der in gleicher Form auch zu anderen Anlässen an anderen Orten zu Einsatz kam, wie zum Beispiel bei der schon erwähnten SlowFish-Messe in Bremen.

 

Auch in den einzelnen Häusern des Netzwerkes wird das Projekt präsentiert und beworben. Die Zahl der Meeresbürger, die im Besitz ihres Passes sind, ist in diesem Jahr deutlich auf 1.500 angestiegen. Sie werden von 52 „Rathäusern“ betreut und regelmäßig durch die „Flaschenpost“ mit Informationen versorgt.

 

Über die Präsenz in den Häusern hinaus dient eine Internetseite unter www.meeresbuerger.de als Nachrichten-Plattform. Um den Jahreswechsel ist eine neue überarbeitete Version erarbeitet worden (online Feburar 2012)

 

 

 

 

Aktuelle Informationen:

Die Meeresbürger haben ihre eigene Webseite mit aktuellen Informationen über die teilnehmenden Häuser und die speziellen Angebote.

www.MeeresBuerger.de

 

Berichte

Meeresbürger 2012: Jahresbericht

Meeresbürger 2010: Jahresbericht

Meeresbürger 2009: Jahresbericht

Meeresbürger 2008: Jahresbericht

 

 

Projektleitung:

Annett Storm

Förderverein Nationalpark Boddenlandschaft e.V.

Bliesenrader Weg 2

18375 Wieck a. Darß

Tel: 038 233 - 71 92 71

Fax: 038 233 - 71 92 70