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Marikultur in Sabah (Malaysia) als alternative Einkommensquelle

Das Semporna Islands Darwin Projekt (SIDP) ist eine Initiative, die lokale Bevölkerung in den Korallenriffschutz im kürzlich errichteten Tun Sakaran Marine Park, Sabah, Malaysia mit einzubeziehen. Das Projekt wird von der Marine Conservation Society gemeinsam mit Sabah Parks geleitet, mit dem Ziel, die außergewöhnlichen Lebensformen und die Vielfalt des Lebensraumes zu schützen bei gleichzeitiger Förderung der nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen,der ökonomischen Entwicklung und der traditionellen Kultur.

 

 

Algen werden an Leinen kultiviert. Photo: Elisabeth Woods
Vermessung der Riesenmuschel. Photo: Irvan Mustapa

Das Ziel des Projektes ist die Einrichtung einer Zuchtstation für die Riesenmuscheln als wichtiges Element einer alternativen Einkommensquelle sowie als Beitrag zur Wiederherstellung der stark zurück gegangenen Wildbestände zu stützen. Es gibt eine lange Tradition der Nutzung mariner wirbelloser Tiere im Semporna Bereich und infolgedessen sind die Bestände der Meergurken, Krebstiere, Riesenmuscheln und anderer Mollusken gesunken. Die ressourcenschonende Bewirtschaftung dieser Arten konnte sowohl Beschäftigung und ökonomischen Nutzen für die lokale Bevölkerung bewirken als auch direkt zur Erhaltung der Rifflebensgemeinschaft beitragen.

 

Eine Machbarkeitsanalyse wurde mit juvenilen Tridacna squamosa und T. gigas, die von den benachbarten Philippinen importiert wurden, durchgeführt, um die Kulturtechnik der Bevölkerung vorzustellen. Fischer wurden unterrichtet, wie man die Gesundheit und das Wachstum der Muscheln kontrolliert und überwacht. Am Ende des ersten Jahr lag die Überlebensrate der Muscheln an allen kombinierten Aufstellungsorten bei 48% für Tridacna gigas und 40% für Tridacna squamosa. Ein Teil des Verlustes erklärt sich durch Diebstahl direkt von einem der Aufstellungsorte, was die Schwierigkeiten bei der Durchführung des Vorhabens illustriert.

 

Das Muschelwachstum war besonders hoch bei Tridacna gigas. Die Individuen dieser Art haben ihre Größe innerhalb eines Jahres verdoppelt, von durchschnittlich 9cm auf 20cm. Derzeit wird an der Weiterzucht dieser Art gearbeitet, anschließend sollen Versuche zur Kultur von Abalone (Meerohr), Austern und Spitzkreiselschnecken unternommen werden.

 

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