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Exkursion der High Seas High School nach Isla Contoy/Mexico

vom 2. - 4. März 2004

 

Die High Seas High School (HSHS) ist ein Projekt der Hermann Lietz-Schule Spiekeroog und verfolgt das Ziel, junge Menschen der 11. gymnasialen Jahrgangsstufe im Verlauf eines halbjährlichen Schulprojekts in ihrer Eigenverantwortung zu stärken und sie auf ihr Leben als junge Erwachsene in der Gesellschaft vorzubereiten.

 

'Wir verbrachten drei Tage im Nationalpark Isla Contoy, in denen wir die Insel und den Nationalpark kennen lernen sollten.'

Auf dem Traditionssegelschiff Thor Heyerdahl führt die Reise in einer engen Bordgemeinschaft mit Crew und Lehrern über den Atlantik in Länder Mittel- und Südamerikas. Alle Schüler arbeiten verantwortlich im Schiffsbetrieb, erhalten Unterricht an Bord, unternehmen mehrwöchige Landexkursionen und dokumentieren ihre Reise. Eine ganzheitliche Entwicklung der Persönlichkeit, Stärkung der Selbstverantwortung, die Orientierung der Unterrichtsinhalte an konkreten Sinnzusammenhängen und internationale Bildung sind die zentralen Zielsetzungen des Projekts, das seine Grundlagen aus der Pädagogik der Landerziehungsheime und dem Outward Bound- Konzept nach Kurt Hahn bezieht.

 

Die naturkundliche Exkursion der High Seas High School 2003/04 auf Isla Contoy war hervorragend geeignet, den Schülern an einem konkreten Beispiel die Zusammenhänge und Problematik zwischen Schutz und Nutzung von Naturräumen zu zeigen. Zugleich weist die Insel für Schüler und allgemein für Besucher einen großen Freizeitwert auf (Schnorcheln, Strand). Die bereits im Verlauf des naturwissenschaftlichen Unterrichts der HSHS-Reise besprochenen und gelernten Themen und Inhalte wurden greifbarer und konnten durch die Thematik der nachhaltigen Entwicklung in einen sozio-ökonomischen Kontext eingeordnet werden. Dabei ist die aktive, eigene (Mit-)Arbeit der Schüler im Verlauf der Exkursion von erheblicher Bedeutung.

 

'...vermaßen, wogen und sezierten wir zur Geschlechtsbestimmung 25 Fische mit Mitarbeitern der Station und protokollierten die Daten. '

Die für den Aufenthalt angeschafften Ausrüstungsgegenstände verbleiben zu 50% beim Nationalpark sowie bei der segelnden Schule und dienen somit direkt der Ausstattungsverbesserung für Umweltbildungsaktivitäten auf der Insel.

 

Die HSHS-Schüler haben sehr wichtige Erfahrungen über die konkrete Naturschutzarbeit gemacht und können das Zusammenspiel der verschiedenen relevanten Faktoren (Beispiel: Fischercamp, Wasserhaushalt) in ihrer Bedeutung besser einschätzen. Ein anderer Umgang und ein anderes Bewusstsein im Umgang mit Ressourcen war bereits während der Anreise der HSHS auf der Thor Heyerdahl Teil des Alltags der Schüler, da auf diesem Schiff das Wasser nicht selbstverständlich aus dem Hahn fließt und der Verbrauch äußerst bewusst vonstatten gehen muss, um den Atlantik ohne Mangel überqueren zu können.

 

Aus der Perspektive der HSHS ist auch in den kommenden Jahren eine Fortführung der Besuche auf Isla Contoy unbedingt wünschenswert und angestrebt. Der Aufenthalt auf Isla Contoy war im Sinne der vorliegenden Ausführungen ein unverzichtbarer und besonders wertvoller Bestandteil der High Seas High School. Die im Oktober 2004 startende elfte Reise der HSHS, die augenblicklich vorbereitet wird, hat einen weiteren Besuch im Nationalpark vorgesehen.

 

 

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