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AUF HOHER SEE

Eine Ausstellung mit Fotografien von Jean Gaumy - Magnum Photos

Die Lighthouse Foundation zeigt in Zusammenarbeit mit Agentur Focus, Arctic Paper, Mare und Museum der Arbeit 29 Schwarz-Weiß-Fotografien des Mitglieds der berühmten Fotoagentur Magnum

 

Der Ausstellungsort Kaispeicher A am Dalmannkai ist ein einzigartiger Ort, der dem Thema der Ausstellung, der harten Arbeit der Hochseefischer, große Authentizität verleiht. Jean Gaumy ist während eines Zeitraums von 15 Jahren mit Hochseefischern gefahren, um den Fischern ein Denkmal zu setzen. Mehr und mehr werden die Trawler durch hoch technisierte Großschiffe ersetzt.

 

Die Ausstellung beginnt am 21. August 2004 und endet am 30. September 2004 und ist geöffnet Mittwoch bis Sonntag von 12.00 bis 19.00 Uhr.

 

Während vier Reisen an Bord eines Trawlers, von 1984 bis 1998, teilte Jean Gaumy, Fotograf der Fotoagentur Magnum, den Alltag der Fischer. In seinem Buch „Auf hoher See“ erzählen verschiedene Auszüge aus seinen Notizbüchern und mehr als 120 Bilder von dieser Periode. Die Ausstellung präsentiert einige der stärksten und markantesten Fotos seiner Reisen.

 

 

Biografie Jean Gaumy

 

Geboren 1948 in Pontaillac (Charente-Maritime), lebt Jean Gaumy heute in Fécamp (Normandie). Schon während seines Studiums der Geisteswissenschaften in Rouen von 1969 bis 1972 arbeitete er als Redakteur und Fotograf bei einer Regionalzeitung. 1972 stellte er seine ersten Fotografien in der Agentur Viva vor und trat ein Jahr später der Agentur Gamma bei, bevor er 1977 zur Fotoagentur Magnum wechselte. 1975/76 machte er eine ausführliche Fotoreportage über die verschiedenen Abteilungen eines französischen Krankenhauses. Später, von 1976 bis 1979, war er der erste Fotojournalist, der Zugang in ein französisches Gefängnis erhielt. Er realisierte zahlreiche Reportagen in Europa, Afrika, Amerika und dem Mittleren Osten, insbesondere im Iran, den er zwischen 1986 und 1994 häufig bereiste. Sein Interesse für das Milieu der Bauern und Seefahrer hat ihn oft dazu bewogen, landwirtschaftliche Themen sowie Wasser und Schifffahrt zu fotografieren.

 

Darüber hinaus hat Jean Gaumy mehrere Dokumentarfilme gedreht: „La Boucane“, 1984 (Grand Prix du Jury, Festival de Belfort); „Jean-Jacques“, 1987; und „Marcel, prêtre“, 1994.

 

 

Zitate Jean Gaumy

 

Seit fünfzehn Jahren mache ich Fotos. Manchmal unerbittliche Fotos, unangenehme Augenblicke. Um sie eines Tages mit anderen Fotos zu vermischen: mit Momentaufnahmen von Flüssen, vom Wind und vom Ufer. Denn sie alle gehören zu ein und derselben Welt. Diese Bilder werden sich von ganz allein ergeben. Wie, weiß ich nicht. Ich möchte aufs Meer hinausfahren, in dieser Lust liegt der Ursprung. Es geht mir nicht darum, eine Reportage zu machen. Es geht mir um etwas anderes. Nur weiß ich nicht genau, was es ist. Ich muss erzählen. Einfach erzählen. Ohne Hochstapelei und ohne Heldentum. Ich muss den Menschen nahe kommen.

März 1984, einige Wochen vor der ersten Reise

 

 

Wenn man hinaustritt, muss man immer mit der Gewalt des Meeres rechnen. Luis, der Kapitän, ist zum ersten Mal 1982 auf der „Rowanlea“ gefahren, als einfacher Matrose zusammen mit Torres, dem vorherigen Kapitän. Eine seiner schlimmsten Erinnerungen ist ein Vorfall, der sich im November 1997 auf der „Stella Orion“ ereignet hat. Eine riesige Welle hatte einen seiner Männer über Bord gerissen. Es war ein unerhörtes Glück, dass die Bewegung der Fluten es den anderen Matrosen trotz der Geschwindigkeit des Schiffes erlaubt hatte, ihn während der kurzen zwei oder drei Sekunden des Zurückströmens gerade noch zu packen. Seitdem ist Luis noch vorsichtiger. Wie wir alle ist er beim Betreten des Decks besonders aufmerksam. Tatsächlich verspürt jeder die gleiche Angst, vom Meer oder von den Stahlseilen erfasst und von den Winden oder dem Gewicht der Scherbretter zerquetscht zu werden.

An Bord der „Rowanlea“, Samstag, 10. Januar 1998.

 

 

Al principio

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