Test Design Lighthouse


Global Islands Network

 

Führende Vertreter von 15 regionalen Organisationen trafen sich im Oktober 2001 in den Räumen der Lighthouse Foundation in Hamburg, um weitere Vorschläge zur Errichtung eines weltweiten Insel-Netzwerkes (Global Islands Network, GIN) zu erarbeiten. Nach dreitägiger intensiver Diskussion und Seminararbeit wurde Übereinstimmung darin erzielt, dass das GIN als eine gemeinnützige Einrichtung Nachhaltige Entwicklungen auf Inseln weltweit fördern soll.

 

Um diese Aufgabe umzusetzen, haben alle Teilnehmer eine Absichtserklärung für ein Global Islands Network unterzeichnet und folgende grundlegenden Ziele verabschiedet:

 

  • Erleichterung der Ermittlung, Verbreitung und Verwendung von Informationsquellen
  • Verbesserung des Internet-Zugangs und Bereitstellung inselspezifischer Informationen
  • Bereitstellung technischer Hilfe und Unterstützung von ganzheitlichen Entwicklungsinitiativen
  • Förderung der Zusammenarbeit bei Projekten und vergleichenden Studien
  • Förderung des Austausches von „good practices“ und Angebote eines Diskussionsforums
  • Stärkung der Interessen von Inselgemeinschaften in nationaler und internationaler Politik.

 

Konzeption

 

Die Entwicklung von Inselgemeinschaften ist auf Grund ihrer geografischen Situation besonderen Zwängen und Limitationen ausgesetzt, die sich in ihren besonderen ökonomischen, sozio-kulturellen und ökologischen Eigenheiten ausdrücken. Trotz aller Verschiedenartigkeit hinsichtlich ihrer geografischen Lage, Topografie, Wirtschaft etc. gibt es innerhalb einer Region, aber auch über die verschiedenen Klimazonen hinweg eine Vielzahl von gemeinsamen Interessen, die sich in zahlreichen Zusammenschlüssen wie Verbänden und Vereinen, staatlichen oder suprastaatlichen Organisationen artikulieren.

 

Phase I

Ein gemeinsames Forum für typische Inselinteressen über geografische Räume hinweg und unabhängig vom Grad der Entwicklung gibt es bislang jedoch nicht. Ansätze, hier durch den Aufbau eines einheitlichen Informationsdienstes eine breite Plattform zu schaffen, existieren zwar seit einigen Jahren, greifen jedoch zumeist nur Einzelaspekte insularer Lebensgemeinschaften heraus wie z.B. das SIDS-Net („Small Islands Developing States-Network“) der UNO, das sich ausschließlich auf kleine und Entwicklungsunterstützung bedürfende Insel-Staaten beschränkt.

 

Durch die Projektförderung der LF wurde der Projektpartner Habitat Scotland in die Lage versetzt, vorbereitende Maßnahmen für die Schaffung eines Netzwerkes und Internetdienstes, der Informationen für Inseln sammelt, bereitstellt und verteilt, durchzuführen. Die Zielgruppe dieses Dienstes sind Administrationen, Gemeinden und Organisationen vornehmlich von Inseln, die inseltypische Angelegenheiten wahrnehmen und entsprechende Themen aufgreifen sowie Einzelpersonen. Gegenstand des Dienstes ist im Kern die Frage der nachhaltigen Entwicklung von Inseln und ihren Bewohnern.

 

Phase II

Als Ergebnis der Konzeptstudie Konzeption für ein „Global Islands Network“ (GIN) und eines Vorbereitungsworkshops mit Vertretern von 15 Inselorganisationen wurde die Gründung eines Konsortiums vorgeschlagen, das zum einen eine weltweite Repräsentanz des Netzwerkes sicher stellen soll und zum anderen durch eine vertragliche Bindung der Mitglieder sowohl die Basisfinanzierung als auch eine inhaltliche Zuarbeit für das Netzwerk gewährleisten soll. Ein Geschäftsmodell wurde entwickelt und eine Kernarbeitsgruppe ins Leben gerufen. Derzeit läuft der Testbetrieb des Global Islands Network. Die öffentliche Präsentation der Ergebnisse der Testphase fand im Juni 2002 während der VII. Islands of the World Conference in Kanada statt.

 

Das Global Islands Network (GIN) Phase II setzt erste Ergebnisse der vorangegangenen Konzeptstudie um und sichert die initiale Entwicklung des Netzwerkes ab. GIN dient besonders dem Informationsaustausch zwischen benachteiligten Inseln und abgelegenen maritimen Regionen. Durch das Projekt wird der interdisziplinäre Dialog über realpolitische und visionäre Aspekte von Insel-Entwicklungszielen und Meeresthemen gefördert. Das Projekt dient daher sowohl der Vermittlung von Informationen über den ressourcenbewussten Umgang mit den Meeren und Ozeanen (Sensibilisierung) als auch der Entwicklungshilfe durch den Austausch von entwicklungsrelevanten Informationen zur strategischen Unterstützung einer Selbstorganisation benachteiligter Inselgemeinschaften.

 

 

 

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