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Die Barentssee

(Photo NASA)

Die Barentssee liegt zwischen dem nördlichsten europäischen Festland und den Inselgruppen von Spitzbergen und Fanz-Josef-Land. Im Osten wird die Barentssee durch die sichelförmige Insel Nowaja Semlja von der Karasee getrennt.

 

Weite Teile der Barentssee sind von Wassertiefen zwischen 10 m und 100 m gekennzeichnet. Der Meeresboden der Barentssee zeigt nur eine sehr sanfte Neigung hin zum zentralen arktischen Ozean im Norden und zur Norwegen-Grönlandsee im Westen.

 

Die Barentssee ist eines der ozeanographischen Tore zwischen dem Nordatlantik und dem zentralen arktischen Ozean. Ausläufer des Golfstromes transportieren sehr salzreiche und warme atlantische Wassermassen über die Barentssee in die zentrale Arktis. In der Gegenrichtung wird Süßwasser in Form von Meereis aus dem arktischen Ozean in die Barentssee transportiert. Das von Süden her einströmende, warme atlantische Wasser läßt die arktischen Eismassen schmelzen und sorgt somit dafür, daß die Barentssee in weiten Teilen ganzjährig eisfrei ist.

 

Das Klima der Barentssee wird vornehmlich durch das großräumige Wettergeschehen in der Norwegen-Grönlandsee bestimmt. Hier entstehen durch das Aufeinanderprallen der warmen atlantischen und der kalten polaren Wassermassen regelmäßig ausgedehnte Tiefdruckgebiete, welche entlang etwa 70° nördlicher Breite in Richtung Osten ziehen. Diese Tiefdruckgebiete verleihen der Barentssee auch im Winter ein deutlich milderes Klima als z.B. den weiter östlich gelegenen, stärker kontinental-klimatisch beeinflußten Schelfgebieten.