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Die Ostsibirische See

Die Ostsibirische See liegt zwischen den Neusibirischen Inseln im Westen und der Insel Wrangel im Osten. Das sehr flache Schelfmeer erstreckt sich weit vom Festland in den Arktischen Ozean hinein.

Die Hydrografie der inneren Ostsibirischen See wird durch den Zufluß der größten regionalen Flüsse, dem Kolyma und dem Indigirka sowie durch Wassermassen aus der westlich gelegenen Laptev See bestimmt. Im Osten steht die Ostsibirische See in Verbindung mit der Chukchisee. Nach Norden hin ist das Schelfmeer weit zum Arktischen Ozean geöffnet.

 

Die Ostsibirische See ist, wie alle anderen sibirischen Schelfmeere auch, während des Winters in Küstennähe von nahezu unbeweglichem Festeis bedeckt. In wiederkehrend auftretenden Rinnen offenen Wassers wird zwischen dem Festeis und dem driftenden Meereis ständig neuer Eisbrei gebildet. Die Eisbildungsraten in der Ostsibirischen See sind jedoch viel geringer als z.B. diejenigen der benachbarten Laptevsee. Im Winter werden sogar große Eismassen aus der Kanadischen Arktis in die Ostsibirische See hineingedrückt, während der Eisexport aus diesem Schelfmeer erst im Sommer stattfindet.

 

Das Klima der Ostsibirischen See wird durch kontinentale Luftmassen aus dem sibirischen Hinterland und den polaren Einflüssen aus dem Norden bestimmt. Die Großwetterlage ist im Winter überwiegen durch kalte, trockene, ablandige Winde aus wechselnden Richtungen gekennzeichnet. Im Sommer kommt es verstärkt zu Winden aus nördlichen Richtungen, die den dann recht warmen, kontinentalen Witterungseinfluß etwas abschwächen.