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Die Tschuktschensee

Die Tschuktschensee erstreckt sich von der Wrangel Insel im Osten Sibiriens bis nach Point Barrow in Alaska. Im Süden verengt sich das Schelfgebiet trichterförmig zur Beringstraße hin und stößt an die Seward-Halbinsel auf der nordamerikanischen Seite sowie an die Chukotska-Halbinsel in Sibirien. Das Meeresgebiet gehört geopolitisch etwa je zur Hälfte zu Rußland bzw. zu den Vereinigten Staaten von Amerika.

 

Der Meeresboden der Tschuktschensee besitzt eine recht ebenmäßige, nur von wenigen Untiefen gegliederte Oberfläche. Die Wassermassen dieses arktischen Schelfmeeres stehen über die Beringstraße im Austausch mit dem nördlichen Pazifik. Hier strömt von Süden her wärmeres Wasser in den Arktischen Ozean hinein. Nach Norden ist die Tschuktschensee weit zum Arktischen Ozean geöffnet.

 

Entlang der Küste des sibirischen Teils der Tschuktschensee treten im Winter nur vereinzelt Rinnen offenen Wassers zwischen dem Festeis und dem driftenden Packeis auf (sog. Festeisrinnen). Die gewaltige Schubkraft des Beaufortwirbels drückt die Eismassen aus der westlichen Arktis in die sibirische Tschuktschensee hinein, so daß hier die Festeisrinnen geschlossen werden und die Neueisbildung nahezu zum Erliegen kommt.

 

Das Klima der Tschuktschensee wird von polaren, aber auch pazifischen Einflüssen bestimmt. So sind die Küstengebiete im sibirischen Teil des Schelfmeeres während des Winters eher von kalten, auflandigen Winden gekennzeichnet, welche aus der nordamerikanischen Arktis herüberwehen. Im Sommer setzen sich dann wärmere, südliche Witterungseinflüsse aus dem pazifischen Raum durch und die Tschuktschensee ist zumeist etwas früher eisfrei als die anderen arktischen Schelfgebiete.