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Die Beaufortsee

Schmelzendes Eis in der Beaufort See (Photo: H.D.Nygren, NOAA)

Die Beaufortsee wird im Osten und Süden von der kanadischen Arktisküste begrenzt. Bei Point Barrow im Westen stößt die Beaufortsee an die Tschuktschensee und ganz im Osten grenzt sie an den Kanadischen Archipel.

 

Der flache Schelf der Beaufortsee ist im Vergleich zu den sibirischen Schelfmeeren sehr schmal. Fast der gesamte Meeresboden ist von kleinen Gräben durchzogen. Früher glaubte man, daß Walrosse bei ihrer Suche nach Nahrung den Meeresboden mit ihren Stoßzähnen durchpflügen würden und dabei solche Spuren hinterlassen könnten. Heute weiß man jedoch, daß aufgetürmte Eismassen - sogenannte Stamukha - am Meeresboden entlang schrammen und dabei tiefe Gräben ziehen.

 

Die Hydrographie der Beaufortsee wird neben zentralarktischen Wassermassen auch durch atlantisches Wasser aus dem Kanadischen Archipel und durch pazifische Wässer aus dem Westen beeinflußt. Der Mackenzie, der viert-größte Fluß der Arktis, entwässert in die Beaufortsee. Er mündet in der Nähe der Ortschaft Inuvik und verringert mit seinem Zufluß deutlich den Salzgehalt der küstennahen Wässer im Osten der Beaufortsee.

 

Der weitaus größte Teil der Beaufortsee ist ganzjährig vom Eis bedeckt. Entlang der Küste erstreckt sich ein schmaler Streifen von Festeis. Der im Uhrzeigersinn rotierende Beaufortwirbel drückt arktische Packeismassen in die Beaufortsee hinein. Nur zeitweise können sich dann durch ablandige Winde zwischen dem Festeis und dem Packeis Zonen offenen Wassers - sogenannte Polynien oder Festeisrinnen - ausbilden.