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Der Kanadische Archipel

Nordkanadische Inseln und Fjorde: Ellesmere Island (Photo: NASA)

Der Kanadische Archipel liegt nördlich des nordamerikanischen Festlandes und besteht aus einem Labyrinth von Inseln, Halbinseln, Meerengen, Buchten und Kanälen. Im Westen stößt der Archipel an die Beaufortsee, während er im Osten an Grönland grenzt. Im Süden grenzt die Inselwelt an die Hudson Bucht.

 

Die Baffin Bucht im Südosten des Archipels zwischen der Baffin Insel und Grönland liegt geographisch am Rande der kanadischen Inselwelt, ist jedoch ozeanographisch sehr bedeutsam für die Region. Über die Baffin Bucht ist der Kanadische Archipel mit dem Atlantischen Ozean verbunden. Neben der Framstraße und der Barentssee wird über diese Meeresstraße ein großer Teil der Wassermassen zwischen dem Atlantischen und dem Arktischen Ozean ausgetauscht. Nach Norden hin ist die kanadische Inselwelt über zahlreiche Kanäle zum zentralen Arktischen Ozean geöffnet.

 

Bereits im November sind alle Wasserflächen des Kanadischen Archipels von Eis bedeckt. Die Wasserstraßen der Inselwelt werden während des Winters zum Teil von großen Eismassiven blockiert. Seitlicher Eisdruck und die winterlichen Gefrierzyklen haben an einigen Küstenstreifen über Jahrzehnte turmhohe Meereiskomplexe entstehen lassen.

Starke Winde können jedoch das driftende Packeis vom Küstenfesteis fortschieben und es entstehen Zonen offenen Wassers - die sogenannten Polynien oder Festeisrinnen. Infolge von Strömungen und Windeinflüssen können dann in den offenen Wasserzonen der engen Kanälen sehr hohe Eisdriftgeschwindigkeiten auftreten.

 

Die mildere Witterung des Frühjahrs beginnt bereits im April das Eis zu schmelzen, so daß die Wasserstraßen des Archipels im Sommer dann nahezu eisfrei sind.