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Die Amundsen See

Die Amundsen See ist zumeist vollständig eisbedeckt, in die sich die Thwaites Eis-Zunge hineinschiebt. Im März 2002 brach ein großer Eisberg, der B-22 genannt wurde, von der Eiszunge ab. Das Eisberg war ungefähr 46 Seemeilen lang und 35 Seemeilen breit, mit einer Fläche von ca. 2.120 Quadrat-Seemeilen.
2003 zerfiel B-22 in fünf Stücke, die z.T. beträchtlich nach Westen getrieben waren.

Die Amundsensee liegt entlang der antarktischen Küste zwischen dem Rossmeer und der Bellingshausen See. Verglichen mit der Kosmomaut See und der Lazarev See zeichnet sich die Amundsensee durch einen viel breiteren Schelf aus. Außerhalb des Schelfgebietes ist der Meeresboden vom Amundsen Rücken und den hoch aufragenden Marie-Byrd Seamounts geprägt.

 

Neben der Amundsensee selbst wurde eine Reihe weiterer Lokalitäten in der Antarktis nach dem norwegischen Entdecker benannt: Der Amundsenberg, die Amundsenbucht, die Amundsenküste, der Amundsengletscher, der Amundseneisfall und die Amundsen-Scott Polar-Station.

 

Das Marie-Byrd Land liegt im Hinterland der Amundsensee. Die Ford-Gebirgskette erstreckt sich weit in den Nordwesten des Gebietes hinein. Diese Region wurde von Richard E. Byrd im Jahre 1929 entdeckt und für die USA in Besitz genommen. Weite Teile des Areals wurden jedoch erst während der zweiten Byrd-Expedition in den Jahren 1933 bis 1935 und während der Antarktis Service Expedition (1939 bis 1941) erforscht.

 

Ein dauerhaftes Tiefdruckgebiet über der Amundsensee steuert den Transport feuchter Meeresluft auf den Antarktischen Kontinent und verursacht dort hohe Schnee- und Eisakkumulationsraten. Derzeit gibt es jedoch keine aktiven meteorologischen Stationen auf dem Festland des Amundsensee Sektors, so daß Wetter- und Klimadaten aus dieser Region fast vollständig fehlen.

 

Kürzlich löste sich ein großer Eisberg mit einer Fläche von ca. 650 Quadratkilometern vom Pinien Insel Gletscher in der Amundsensee. Seit seinem Kalben hat sich dieser Eisberg weiter nach Norden bewegt. Generell werden die Namen der Eisberge von dem Antarktis-Quadranten, in dem sie zuerst gesichtet wurden, abgeleitet.

 

Die Rekonstruktion der Plattentektonik in der Amundsensee stellt derzeit eine der interessantesten wissenschaftlichen Herausforderungen auf dem Gebiet der Geophysik und der Geologie dar. In den letzten Jahren wurden zahlreiche neue geophysikalische Initiativen von verschiedenen Institutionen in diesem Meeresgebiet gestartet, um die Wissenslücken über die tektonische und sedimentologische Entstehungsgeschichte der Meeresbecken am Antarktischen Kontinentalrand zu schließen.

 

 

Wichtigste Inseln und Inselgruppen

Burk Insel, Grant Insel, Carney Insel, Pinien Insel, Sherman Insel, Siple Insel

 

 

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