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Die Bellingshausensee

Die Bellingshausensee liegt zwischen der Thurston Insel im Westen und der Antarktischen Halbinsel im Osten. Im Jahre 1819 wurde das Meeresgebiet von dem russischen Admiral Fabian Gottlieb von Bellingshausen entdeckt. (Photo: NASA)

Die Bellingshausensee liegt zwischen der Thurston Insel im Westen und der Antarktischen Halbinsel im Osten. Im Jahre 1819 wurde das Meeresgebiet von dem russischen Admiral Fabian Gottlieb von Bellingshausen entdeckt. Zur Bellingshausensee gehören einige große Inseln sowie die Ronne Bucht und die Marguerite Bucht. Nördlich des Schelfmeeres erheben sich die sehr steilen untermeerischen De Gerlache Seamounts über 1.500 Meter vom tiefen Meeresboden. Ebenso wie die angrenzenden Schelfgebiete sind auch weite Teile der Bellingshausensee ganzjährig vom schwimmenden Gletschereis bedeckt.

 

Umweltveränderungen in der geologischen Geschichte des Kontinentalrandes vor der Westantarktis haben auch die Sedimentablagerungen in dieser Region beeinflusst. Im Zusammenhang mit der globalen Klimageschichte ist insbesondere der Zyklus von Kaltzeiten und Warmzeiten von Interesse, deren Wechsel sich auch in bedeutenden Veränderungen der Sedimentstruktur am Ozeanboden dokumentiert.

 

In dem Teil der Antarktis, der dem Südpazifik gegenüber liegt, herrschen starke Stürme. In der Nähe der Antarktischen Halbinsel beträgt der Durchmesser eines solchen Sturmtiefs über der Bellingshausen etwa 370 Kilometer. Die Sturmaktivität ist hier sogar noch etwas stärker als über dem benachbarten Weddellmeer. Verfolgt man die Zugbahnen der Stürme aus der Bellingshausensee, so erkennt man, dass viele der Tiefdruckgebiete nordostwärts in die Drake-Straße wandern und dort für sehr schweres Wetter sorgen (siehe auch: Drake-Straße).

 

Während der El Niño Phasen (s. Pazifischer und Indischer Ozean) steigt jedoch der Luftdruck über der Bellingshausensee sehr stark an. Dies führt zu verstärkten nördlichen Luftströmungen über der westlichen Bellingshausensee und zu einem erhöhten Temperaturgradienten in der Küstenregion. Diese Veränderungen führen zur Entstehung von Tiefdruckgebieten, die geradewegs auf die südliche Antarktische Halbinsel zuwandern.

 

In jüngerer Zeit nahm die Eisbedeckung der Bellingshausensee etwa um 8 Prozent pro Jahrzehnt ab. Demgegenüber nahm die Eisausdehnung im Rossmeer pro Dekade um etwa 7 Prozent zu. Es wird vermutet, dass die Eisabnahme in der Bellingshausensee an anderer Stelle, nämlich dem Rossmeer, ausgeglichen wurde. Diese Überlegung verdeutlicht die großen physikalischen Veränderungen und Schwankungen in der antarktischen Eisbedeckung.

 

Neben Seeelefanten ist der Adelie Pinguin eines der am häufigsten vorkommenden Wirbeltiere in der Bellingshausensee. Zwei verschiedene Gruppen von Adelie Pinguinen leben im Bereich der Antarktischen Halbinsel. Die eine Gruppe überwintert auf dem Packeis der Bellingshausensee, während die andere ganzjährig im Weddellmeer lebt.

 

 

Wichtigste Inseln und Inselgruppen

Alexander I. Insel, Charcot Insel, Peter I. Insel, Latady Insel, Rothschild Insel

 

 

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