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Die Sargasso See

Die Sargasso See liegt bei den Bermuda Inseln zwischen Florida und den Azoren im südwestlichen Atlantik und gehört zum Teil zum sog. Bermuda Dreieck. (Foto: NASA, SeaWiFS)

Die Sargasso See liegt bei den Bermuda Inseln zwischen Florida und den Azoren im südwestlichen Atlantik und gehört zum Teil zum sog. Bermuda Dreieck. Das Meeresgebiet hat etwa die Größe von Australien.

 

Der Golfstrom und der Nordäquatorialstrom umschliessen die Sargasso See. Dies bewirkt, daß sich der ovale Wasserkörper dieses Meeresgebietes langsam im Uhrzeigersinn dreht. Beide Strömungssysteme drücken warmes Wasser in die Sargasso See hinein und halten diese somit ständig bei angenehmen Temperaturen. Durch die Rotationskräfte der Strömungen liegt der Meeresspiegel im Zentrum der Sargasso See etwa einen Meter über dem des umgebenden Atlantiks.

 

Die warmen Strömungen beeinflussen auch das Wetter in diesem Meeresgebiet. Das Wetter ist - wie auch das Wasser - zumeist sehr ruhig, feucht und sehr warm. Infolge der starken Hitze zeichnet sich die Sargasso See durch eine sehr hohe Verdunstungsrate aus. Jedoch wird dem Ozean durch den Mangel an Niederschlägen kein Frischwasser zugeführt. Hieraus resultiert der hohe Salzgehalt des Meeresgebietes.

 

Benannt wurde die Sargasso See nach der gelbbraunen Alge Sargassum, die hier in großen Mengen vorkommt. Acht Tangarten unterscheidet man in dem Meeresgebiet. Den Namen bekam der Seetang im späten 15. Jahrhundert von portugiesischen Seefahrern aufgrund der Ähnlichkeit des Sargassums mit einer Traubenart, die man in Portugal ‘Salgazo’ nannte.

 

Das Sonnenlicht durchflutet das klare blaue Wasser der Sargasso See und fördert das vielfältige pflanzliche und tierische Leben. Obwohl etwa ein Drittel des atlantischen Planktons hier produziert wird, fehlen der Sargasso See doch wichtige Nahrungsgrundlagen, um beispielsweise wirtschaftlich attraktive Fischarten anzulocken. Auf und unter dem teilweise sehr dichten Netz aus Sargassum an der Wasseroberfläche leben verschiedene Arten von Krebsen, Garnelen und Tintenfischen.

 

Die Sargasso See zeichnet sich durch zwei biologische Phänomene aus: der Seetang Sargassum natans und die Aale, die jedes Jahr in großer Zahl in diesen Teil des Atlantischen Ozeans zurückkehren. Im 18. und 19. Jahrhundert fragten sich die Menschen, warum nirgendwo in Europa und Amerika junge Aale in den Gewässern zu finden waren. Dieses Rätsel wurde schließlich von einem dänischen Biologen im frühen 20. Jahrhundert gelöst. Und die Antwort heißt: die Sargasso See.

 

Süßwasseraale wandern etwa im Alter von 10 Jahren aus Gewässern in Europa und Amerika bis in die Sargasso See. Dort paaren sich die Tiere und die weiblichen Aale laichen dann in dem über 20°C warmen Wasser; jedes Tier legt etwa 20 Millionen Eier ab. Danach sterben die weiblichen Tiere. Die Eier verwandeln sich in kleine und nahezu durchsichtige Glasaale, die sich von Plankton ernähren. Der Ozeanwirbel der Sargasso See trägt die kleinen Aale für etwa drei Jahre mit sich. Sie wachsen bis zu einer Länge von etwa 8 Zentimetern heran; dann beginnen sie in Richtung der Kontinente zu ziehen und sammeln sich in großer Zahl vor den Flußmündungen um stromaufwärts zu wandern.

 

 

Wichtigste Inseln

Bermuda

 

 

Grenzen keine kontinentalen Grenzen
Fläche und Wassertiefe:  
Gesamtfläche > 3 Mill. km2
Maximale Wassertiefe ~ 7.000 m
Hatteras und Nares Tiefseeebene > 5.500 m tief
Wichtigste untermeerische Erhebungen:  
Bermuda Erhebung bis wenige 100 m unter d. Meeresspiegel
Forscher Seeberge ~ 1.000 m über dem Meeresboden
Temperatur Oberflächenwasser meist etwa 18°C
Lufttemperatur > 20°C
Salzgehalt Oberflächenwasser ~ 36.5 bis >37 ‰

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