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Das europäische Mittelmeer und das Schwarze Meer

Das Mittelmeer und das Schwarze Meer sind beide vollständig von Landmassen umgeben. Das Mittelmeer ist von 26 verschiedenen Staaten umgeben (z.B. Spanien, Frankreich, Griechenland, Israel, Nordafrikanische Staaten), während neun Staaten das Schwarze Meer einrahmen (z.B. Rumänien, Bulgarien, Georgien und die Türkei).

 

 

Mittelmeer

Das mediterrane Klima ist mild und warm und wird im Sommer von den heißen und trockenen Luftmassen aus der Sahara beeinflußt. Im Winter wird das Wetter stärker von kälteren atlantischen Luftmassen bestimmt. Starke lokale Winde – wie z.B. der heiß-trockene Schirokko vom Süden und die kalten Luftmassen des Mistral und des Bora vom Norden – wehen über das Mittelmeer. Stürme wie Hurricanes und Tornados sind jedoch eher selten.

 

Eine ausgedehnte flachere Meereszone (Abenteuer Bank) zwischen Sizilien und Tunesien untergliedert das Mittelmeer in zwei Hauptbecken. Große Strömungsmuster bewegen sich entgegen dem Uhrzeigersinn im westlichen und östlichen Meeresbecken. Das Mittelmeer besitzt eine deutlich höhere Salinität als der Atlantik, die Gezeiten sind jedoch bedeutend schwächer ausgeprägt. Das Mittelmeer ist im Westen über die Straße von Gibraltar mit dem Atlantischen Ozean verbunden. Im Osten verbinden die Dardanellen, das Marmarameer und der Bosporus das Mittelmeer mit dem Schwarzen Meer. Im Süden ist das Mittelmeer über den Suez-Kanal mit dem Roten Meer verbunden.

 

Das Mittelmeer ist die Region, in der die afrikanische und die europäische Krustenplatte auf einander treffen. Hieraus resultieren häufige Erdbeben und Vulkanausbrüche.

 

Im Mittelmeer leben große Meerestiere wie Wale, Delphine, Schildkröten, Thunfsich und Haie. Etwa 400 Fischarten wurden bislang entdeckt und auch Schwämme und Korallen kommen in großer Artenvielfalt vor. Jedoch sind die Umwelt und die menschliche Gesundheit im Mittelmeerraum großen Gefahren durch unzureichend geklärte Einleitungen industrieller und privater Abwässer ausgesetzt.

 

Öl- und Gasvorkommen wurden in verschiedenen Teilen des Mittelmeeres entdeckt. Oliven, Weintrauben und Orangen gehören zu den begehrten Pflanzenprodukten des Mittelmeerraumes. Jedoch stellt die Übernutzung der natürlichen Meeresresourcen ein anhaltendes Problem dar.

 

Einige der frühesten Zivilisationen entwickelten sich im Mittelmeerraum. Karthager, Griechen und Römer stritten um die Dominanz entlang der Küsten und der Handelswege. Unter dem Römischen Reich wurde das Mittelmeer ‘Mare Nostrum’ – ‘unser Meer’ – genannt. Später wurde die Region vom Byzanthinischen Reich und den Arabern dominiert. Zwischen dem 11ten und dem 14ten Jahrhundert traten italienische Handels-Stadtstaaten wie Genua und Venedig stark in den Vordergrund. Diese Städte kämpften mit dem Ottomanischen Reich vornehmlich im östlichen Mittelmeerraum um die Vorherrschaft. Im späten 15ten Jahrhundert hielten mehr und mehr asiatische Waren Einzug über die mediterranen Handelswege nach Europa, bevor dann die Schiffsroute um das Kap der guten Hoffnung entdeckt wurde. Mit der Öffnung des Suez-Kanals im Jahre 1869 lebte die Rolle des Mittelmerraumes als Handelsroute in den fernen Osten wieder auf. Seit dem Zweiten Weltkrieg besitzt das Mittelmeer großen strategischen Wert insbesondere für die USA und das heutige Rußland.

 

 

Wichtigste Inseln und Inselgruppen

Sardinien, Sizilien, Zypern, Korsica, Kreta, Malta, Balearen

 

Wichtigste Zuflüsse

Ebro, Rhône, Nil, Po

 

 

 

Schwarzes Meer

Starke Durchmischung des Wassers und Algenblüten sind besonders gut im Asov'schen Meer östlich der Halbinsel Krim zu erkennen. Der Lauf des Dnjepr ist durch die zahlreiche Staustufen auf diesem SeaWiFS-Photo vom 10. Februar 2000 deutlcih sichtbar. (Photo: NASA)

Das Schwarze Meer ist über die Kertchen Straße im Norden mit dem Azov’schen Meer verbunden. Im Süden verbindet der Bosphorus das Schwarze Meer mit dem Marmara Meer. Das Marmara Meer ist wiederum über die Dardanellen Straße mit dem Mittelmeer verbunden. Der Seespiegel liegt im Schwarzen Meer um 53 Zentimeter höher als im Marmara Meer. Die Gezeiten sind schwach ausgeprägt und obwohl das Schwarze Meer als stürmisch und gefährlich beschrieben wird, ist seine Wellenhöhe als eher mäßig einzustufen.

 

In dem etwa 2.000 m tiefen, trogförmigen Schwarzen Meer liegen zwei Wasserschichten übereinander: unterhalb von etwa 200 m gibt es kaum Strömungen und es gelangt kein Sauerstoff in den unteren Wasserkörper. Ab dieser Tiefe ist das Wasser mit giftigem Schwefelwasserstoff gesättigt und es herrschen lebensfeindliche Bedingungen.

 

Drei Arten von Delphinen leben im Schwarzen Meer und entlang der Bulgarischen Küsten können sogar Mönchsrobben beobachtet werden. Verschiedene Fischarten wie Anchovies, Makrelen, Sardinen, Thunfisch, Flunder, Stör und Katzenfisch leben im offenen Meer. Außer einigen Haiarten gibt es keine Raubfische im Schwarzen Meer, die dem Menschen gefährlich werden können. Die Vogelwelt in den Seen entlang der Schwarzmeerküste ist sehr reich und vielfältig und besteht häufig aus verschiedenen Möwen- und Kormoranarten.

 

Das warme Meerwasser hat einen positiven Einfluß auf dass Klima der Schwarzmeerküste. Im Sommer erreicht die Wasseroberfläche Temperaturen von 27 bis 29°C. Im Herbst sorgt das immer noch sehr warme Wasser dann für klare, sonnige und heiße Tage. Die Bildung einer Eisdecke auf dem Schwarzen Meer ist ein sehr seltenes Phänomen. Eine solche Eisbedeckung ist nur aus dem nordwestlichen Teil des Meeres bekannt: hier entwickelte sich im Jahre 1929 eine 30 Zentimeter mächtige Eisdecke über eine Strecke von 20-30 Kilometern entlang der Küste.

 

 

Wichtigste Inseln

Sinop, Zmeinyi

 

Wichtigste Zuflüsse

Donau, Dnjepr, Dniester, Bug, Don, Kuban

 

 

 

  Mittelmeer Schwarzes Meer
Flächen, Wassertiefen:    
Gesamtfläche 2,97 Millionen km2 0,45 Millionen km2
Volumen 4,30 Millionen km3 0,53 Millionen km3
Maximale Länge ~ 3.900 km ~ 1.150 km
Maximale Breite ~ 1.600 km ~ 615 km
Maximale Wassertiefe ~ 5.000 m ~ 2.245 m
Mittler Wassertiefe ~ 1.500 m ~ 1.245 m
Temperatur, Salzgehalt:    
Oberflächenwasser < 25 bis 30°C < 27 bis 29°C
Lufttemperatur ~ 22 bis 24°C ~ 22 bis 24°C
Salzgehalt Oberflächenwasser ~ 35 bis 40 ‰ ~ 16 bis 23 ‰

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