Test Design Lighthouse


Cape Farewell Expeditionen

Cape Farewell steht für eine Serie von Expeditionen auf einer Route, die früher vereist war und erst durch die globale Erwärmung schiffbar wurde.

 

Cape Farewell - Sea Change 2013

Ziel dieses Projekts von 2013/14 ist die Ausgestaltung und Kuration eines Programmes für Forschung, Austausch und Kunst, das sich insbesondere auf die Rolle des Künstlers als „Navigator des Wandels“ im umfassenden Kontext der Anpassung an den Klimawandel konzentriert. Zu diesem Zweck gab es eine dreiwöchige Segelexkursion von den Orkneyinseln über die Fair Isle bis hin zu den Shetlandinseln, mit 2 Crews, die aus 12 Künstlern und Wissenschaftlern bestehen. Mehr Information

 

Schottische Inseln 2011

Im Juli 2011 feierte Cape Farewell seinen zehnten Geburtstag und startete gemeinsam mit Cove Park das bisher größte Projekt: eine vierwöchige Expedition mit dem Schiff über den westlichen Inseln Schottlands. Nach zehn Jahren mit Erkundungsreisen in entfernte Regionen von Arktis und Anden legt Cape Farewell einen Schwerpunkt auf die lokalen Grenzen, um Klimaauswirkungen auf die eigene Heimat näher zu untersuchen und mit inspirierenden Modellen zu Elastizität und Anpassung einzugreifen.

 

Das Engagement begann mit vier einwöchigen Reisen im Juli und August 2011 zu den schottischen Inseln, jede mit einer Besatzung von bis zu 12 Künstlern und Wissenschaftlern. Die Reise ging auf einem Meeressäuger-Forschungsschiff, der „Song of the Whale“, von Oban über die Small Isles, Skye und die Inneren und Äußeren Hebriden nach St. Kilda, Harris, Lewis und den Shiants. Erkundet wurden die Auswirkungen des Klimawandels auf die Kultur und Ökologie der Inseln sowie verschiedene Projekte, die zur Belebung der Inselkultur beitragen werden.

 

Dieses Projekt „Schottische Inseln“ zielt darauf, viele Formen des Wissens - traditionelles, technisches, kulturelles, wissenschaftliches und Allgemeinwissen - zusammenzubringen, um auf breiter Basis zu lernen und zu kommunizieren, was es bedeutet, sich um sein Zuhause zu kümmern. Welche Maßnahmen und Entscheidungen gehören zu einer verantwortlichen Regierung? Welche Vorstellungen von Gemeinschaft, Bedürfnissen und Grenzen bilden die Grundlage für lokale Verwaltungen und wie können sie in physischen und symbolischen Formen ausgedrückt werden?

 

Die 40-köpfige Expeditionscrew setzte sich zusammen aus Künstlern, Erzählern, Filmemachern, Dramatikern, Architekten, Designern, Musiker, Gemeindevorstehern, Sozialwissenschaftlern, Ökologen, Meeresbiologen, Ozeanographen, Dichtern, gefeierten Gälisch-Singern und einem Koch.

 

Disko Bay, Grönland 2008

Die Disko Bay Expedition startete am 25. September. Bis zum 6. Oktober wurde daraus für die Crew aus Bildenden Künstlern, Architekten, Stückeschreibern, Komödianten, Komponisten, Naturwissenschaftlern, Ingenieuren, Filmemachern und Musikern eine Erkundung der arktischen Landschaft mit Diskussionen und Debatten.

 

Zum Auftakt gab es zwei Veranstaltungen in London: eine private für Sponsoren und eine öffentliche mit 300 Gästen im IMAX-Kino des Wissenschaftsmuseum. Am Tag der Abreise dann noch ein Unterstützer-Brief von Premierminister Gordon Brown.

 

Kangerlussuaq Fjord an der grönländischen Westküste ist Ausgangspunkt der zehntägigen, 1.000 Seemeilen langen Reise in die Arktis. Vorbei an Disko Island über die Disko Bay zum Jacobshavn Gletscher, der täglich bis zu 20 Millionen Tonnen Eis produziert und sich in den 47 Kilometer langen Ilulissat-Eisford ergießt. Zwischen 1991 und 1997 hat sich der Gletscher im Durchschnitt um 15 Meter pro Jahr zurückgezogen, seit 2003 hat sich dieser Wert fast verdoppelt. 4 Prozent des Meeresspiegelanstiegs im 20. Jahrhundert gehen auf das Abschmelzen dieses Gletschers zurück.

 

Nördlichste Siedlung auf der Route der Expedition war Uummannaq, Ausgangspunkt für Exkursionen zu zwei weiteren Gletschern, den Perdlerfiup Sermia und den Sermeq Avangnardleq. Nördlichster Punkt war Nuugaatsraq auf 71,5° nördlicher Breite, von hier aus ging es zurück.

 

Das Wissenschaftsteam hat während der gesamten Expedition ozeanografische und geologische Daten erhoben. Daneben haben die Wissenschaftler mit eigenen Beiträgen zum Vortragsprogramm für die gesamte Crew an Bord der „Grigory Mikheev“ beigetragen. Gleichzeitig arbeiteten die Künstler an ihren Ideen, die entweder direkt umgesetzt wurden oder für deren spätere Fertigstellung Material gesammelt wurde.

 

Das Filmteam hat den Bordbetrieb weitgehend filmisch dokumentiert. Videosequenzen, Tagebuchseiten,Online-Chats und Blogs sorgten für eine gleichzeitige Präsenz der Expedition im Internet, in der Presse, Radio und Fernsehen.

 

Die Inspiration der Reise, die Arbeit der Crew sowohl an Bord als auch später nach der Rückkehr haben die folgenden Ausstellungen und Veranstaltungen stimuliert. Die Kombination von kreativer und wissenschaftlicher Arbeit an Bord hat zu einer kritischen Masse an Aktivität geführt, die sich in einer Fülle positiver Energie und der Bereitschaft zur Kooperation niedergeschlagen hat. Seit ihrer Rückkehr haben die Mitfahrer zusammen gearbeitet, gelegentlich angetrieben durch Cape Farewell, aber zunehmend haben sich aus dem Netzwerk selbständig Events und Engagement ergeben.

 

Spitzbergen 2004

Die zweite Cape Farewell Expedition startete am 10 September 2004 mit dem Ziel, künstlerische Arbeiten für ein Ausstellungsprogramm in 2006 anzuregen, eine weitere Bildungseinheit für den Geografieunterricht an britischen Schulen zu entwickeln sowie wissenschaftliche Messungen und Experimente in Zusammenarbeit mit dem Southampton Oceanography Centre auszuführen, um die globale Erwärmung für die gesamte Welt sichtbar und dabei wissenschaftliche Arbeit spannend zu gestalten und darzubringen.

 

Die Reise des norwegischen Segelschiffes Noorderlicht kombinierte Kunst, Wissenschaft und Medien mit der Expedition in die Hohe Arktis. Vom norwegischen Tromsö aus startet die Expedition Cape Farewell in Richtung Spitzbergen.

 

Die ‚Noorderlicht’ im Eis
An Bord wurde ein wissenschaftliches Messprogramm durchgeführt.

"Wenn Wissenschaft zu einem Abenteuer gemacht wird, dann werden alle Studenten soviel davon aufnehmen, wie sie nur können", zeigt sich Projektleiter David Buckland überzeugt. Bei dem Projekt stehe die Verknüpfung von Erziehung, Wissenschaft und Kunst im Vordergrund.

 

Neben den Künstlern werden an Bord des Schiffes auch Wissenschaftler des Southampton Oceanography Centre (SOC) und Erziehungswissenschaftler der UK Association of Science Education und der Geographical Association anwesend sein. Eines der Ziele ist die Erstellung eines Multimedia-Koffers der im Geographie-Unterricht verwendet werden soll und der die Auswirkungen der globalen Erwärmung darstellen soll.

 

Insgesamt befindet sich an Bord der Noorderlicht ein 20-köpfiges Team, darunter auch eine Filmcrew und ein Photograph. Über den jeweiligen Stand der Reise und über Entdeckungen ist das SOC regelmäßig via E-Mail unterrichtet worden. Updates wurden auf der Homepage durchgeführt.

 

Wissenschaftliches, didaktisches und künstlerisches Programm

Die Ozeanographen des Southampton Oceanography Centre (SOC, jetzt National Oceanography Centre) trafen am Flughafen Tromsö mit 300 Kilogramm Ausrüstung ein, die sicher das Schiff erreichte. Während der gesamten Reise wurden im Arktischen Ozean kontinuierlich Wasserproben genommen und Temperatur, Salzgehalt, Planktonleben, Strömung und Wassertrübung gemessen.

 

Die Daten wurden gesammelt, die Arbeit an Bord gefilmt und schließlich gemeinsam mit den Pädagogen in attraktive Bildungs- und Unterrichtseinheiten umgesetzt. Dabei wurden eine Vielzahl von Experimenten durchgeführt, die auch im schulischen Unterricht nachvollzogen werden können. An Bord waren auch acht Künstler, deren während der Expedition entstandenen Arbeiten die Basis für geplante Ausstellungen und andere Veranstaltungen der kommenden zwei Jahre darstellen. Darüber hinaus wird das umfangreiche Filmmaterial derzeit für die Präsentation in vorerst zwei TV-Sendern aufgearbeitet.